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Drei große Jubiläen stehen in der Wallfahrtsstadt Walldürn an

29.08.2025 |

Auch wenn in gut vier Monaten, offiziell ab 1. Januar 2026, die Römisch-Katholische Kirchengemeinde St. Georg Walldürn Geschichte ist, sind das Pastoralteam und verschiedene Mitglieder des noch aktuellen Pfarrgemeinderates gedanklich bei den nächsten drei anstehenden großen Jubiläen, die allesamt in Verbindung mit der Wallfahrt zum Heiligen Blut stehen.

Im kommenden Jahr wird der Blutaltar 400 Jahre alt. Gefertigt aus Alabaster während einer Bauzeit von vier Jahren, wurde er im Jahr 1626 vom Bildhauer Zacharias Juncker fertiggestellt. Der Blutaltar in der Wallfahrtsbasilika zum Heiligen Blut ist der zentrale Ort, wo sich das Blutwunder ereignet hat und wo bis heute auch der Silberschrein mit dem darin befindlichen Korporale aufbewahrt wird. "Wir wollen mit verschiedenen kleinen Veranstaltungen über das Jahr immer wieder auf dieses Jubiläum hinweisen und vor allem auch pastorale Akzente am Blutaltar setzen", so das Vorbereitungsteam.
 
Geschlossener Blutaltar in der Wallfahrtsbasilika St.Georg Walldürn
 
Zwei Jahre später, also 2028, jubiliert die große Wallfahrtsbasilika Minor selbst. Dann feiert sie seit ihrer Fertigstellung im Jahr 1728 ihr 300-jähriges Bestehen. Gut dreißig Jahre dauerte die Bauphase (1698-1728) bis der barocke Sakralbau in seiner jetzigen Form fertiggestellt werden konnte. Dieser Neubau war notwendig geworden um die vielen Tausende von Pilgern aufnehmen zu können. „Bei der Weihe der neuen Kirche im Jahr 1728 konnten seinerzeit 116.000 Kommunikanten gezählt werden. Es war die Blütezeit der Wallfahrt mit immer steigenden Pilgerzahlen“, was im Kirchenführer nachzulesen ist. 
 
Blick auf die Wallfahrtsbasilika St.Georg Walldürn
300-jähriges Jubiläum der Wallfahrtsbasilika zum Heiligen Blut nach der Fertigstellung im Jahre 1728
 
Das dritte und damit ganz herausragende Jubiläum findet wiederum zwei Jahre später im Jahr 2030 statt. Dann feiert die Wallfahrtsstadt Walldürn das 700-jährige Jubiläum seit dem Ereignis des Blutwunders aus dem Jahre 1330. Das Geschehen wurde von Rom im Jahr 1445 durch Papst Eugen IV. mit einem päpstlichen Ablass für eine Kirchenerweiterung bestätigt. Dies war gleichzeitig auch die erste urkundliche Nennung der Verehrung des Blutbildes. Viele ältere Walldürner werden sich noch an das 650-jährige Jubiläum im Jahr 1980 und an das Buch „650 Jahre Wallfahrt Walldürn“, herausgegeben von Prof. Peter Assion, erinnern. 
 
Geöffneter Blutschrein in der Wallfahrtsbasilika St.Georg Walldürn
Das Blutwunder ereignet sich vor 700 Jahren in dem damals noch kleinen Kirchlein in Walldürn. Das Jahr 1330 markiert für Walldürn ein entscheidendes Jahr in der Wallfahrtsgeschichte.
 
Ein Dreiklang besonders historischer und spannender Jubiläen, die in den nächsten fünf Jahren anstehen. Bleibt zu hoffen, dass sich trotz des Wandels und der Veränderungen in den Verantwortlichkeiten der Gremien, mit Blick auf die neue Pfarrei der zukünftigen Römisch-Katholischen Kirchengemeinde Bauland-Odenwald, immer wieder Menschen in Walldürn finden, die sich um diese und auch zukünftigen Kirchenjubiläen kümmern und damit versuchen die Geschichte lebendig zu halten. Das Pastoralteam wird auch das Gespräch mit der Stadt Walldürn und dem Heimat- und Museumsverein Walldürn aufnehmen, um über die Jubiläen zu sprechen. „Eines steht aber bereits heute schon fest: Auch die gesamte Kirchengemeinde der zukünftig Neuen Pfarrei ist zu allen Jubiläumsfeierlichkeiten in Walldürn heute schon herzlich eingeladen“, so die Planer.
Beitrag von

Achim Dörr

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